Natürlich ist die Nordseite eines Dachs nicht so leistungsfähig wie die Südseite. Auch Ost- und Westseite bringen im Laufe eines Jahres mehr Ertrag.

Diese Aussage stimmt für den Sommer, nicht unbedingt für den Winter. Aber der Winter ist bei der Betrachtung von Photovoltaik-Leistung die wichtigere Jahreszeit. Denn in den 5 Monaten um den Jahreswechsel herum, verbrauchen wir gut 2/3 des Jahresstrombedarfs. In den restlichen 7 Monaten sind es gerade einmal 1/3.

Dummerweise erzeugt die PV-Anlage im Sommer aber 3/4 des Stroms, also genau dann, wenn er eigentlich nicht gebraucht wird (zumindest nicht im Privathaus). Das restliche Viertel, das in den 5 Wintermonaten produziert wird, reicht bei weitem nicht, um den Strombedarf des Hauses zu decken.

Nun kommt die Nordseite des Dachs ins Spiel. Im Winter ist der Himmel meist bedeckt und diffuses Licht muss der PV-Anlage für die Stromproduktion reichen. Zum Glück sind moderne PV-Module und auch das Ennogie-Solardach in der Lage, dieses Licht optimal zu verwerten. Je nach Sonnenstand erzeugen die PV-Module mit Diffuslicht bis zu 5 x mehr Ertrag als bei direkter Sonneneinstrahlung (tief stehende Sonne, wo jeder Sonnenstrahl einen langen Weg durch die Atmosphäre hat). Und schauen Sie im Winter einmal zum Himmel: bei Bewölkung sind alle Himmelsrichtungen gleich hell, haben also die gleiche Menge Difusslicht.

Daher ist die Nordseite für einen hohen Autarkiegrad so wichtig.